Neujahrsempfang 2011

Grußworte


Liebe Bürgerinnen und Bürger, Lieber Cort-Brün Voige und Herr von Seggern, liebe Gäste!

„Es hat alles keinen Sinn!“ sagen die Realisten.
„Es muss anders werden!“ sagen die Kritiker.
„So könnte es aussehen!“ sagen die Visionäre.

Wir sollten alle Visionäre sein!

Mit diesen Worten möchte ich Sie und Euch alle ganz herzlich zu unserem 5. Neujahrsempfang in der Gemeinde Frankenfeld begrüßen.
Wie jedes Jahr wird er auch dieses Mal von den Ratsmitgliedern ausgerichtet und privat bezahlt.

Mein Eingangszitat verdeutlicht genau das, was hier in unserer Gemeinde passiert. Wenn vielleicht auch nicht alle von uns Visionäre sind oder sein wollen, so möchte ich doch Anhand von zwei Beispielen aufzeigen, wie Visionen zum Erfolg führen können.

Kurz nach Beginn meiner Amtszeit in 2006 hatten Frankenfelder Bürger die Vision einer Neugestaltung und Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Frankenfeld. Ein langer, oft steiniger Weg, in vielerlei Hinsicht steinig, lag vor uns, aber …im September
2010 wurden die renovierten und neu gestalteten Räumlichkeiten des Dorfgemeinschaftshauses eingeweiht. Eine Vision wurde Wirklichkeit! Dank des großen bürgerschaftlichen Engagements und der finanziellen Unterstützung der Gemeinde.
Allen, die daran mitgewirkt haben ein herzliches Dankeschön von mir!
Ein anderes Großprojekt in unserer Gemeinde war zweifellos der Deichbau in Bosse. Auch hier gab es eine Vision, die sich allerdings erst nach dem Abschluss der Baumaßnamen konkretisierte:

Wir wollen ein großes Fest feiern.Aber wie binden wir die Bevölkerung mit ein? Wie schaffen wir es, alle Bürger zu erreichen und auf das Fest neugierig zu machen?
Sie erinnern sich sicherlich alle, mit welch großem Erfolg unter großartiger Mithilfe aller Vereine und Verbände dann Himmelfahrt 2010 dieses Familienfest „Rock am Deich“ gefeiert wurde. Ihnen allen sei dafür herzlich gedankt!

In unserer Gemeinde wurde neben dem fröhlichen Feiern, meine Damen und Herren, in der Tat, auch ernsthaft gearbeitet! So traf sich der Gemeinderat zu etlichen Arbeitsgesprächen, um die Ratssitzungen vorzubereiten. Neben den jährlich wiederkehrenden Haushaltsthemen wurden Beschlüsse zum Krippenausbau in unserer Samtgemeinde gefasst. Hier beteiligt sich die Gemeinde Frankenfeld, wie alle anderen Mitgliedsgemeinden auch, an den Investitionskosten und laufenden Kosten. So ist sicher gestellt, dass von den 15 einzurichtenden Plätzen, zwei für die Gemeinde Frankenfeld zur Verfügung stehen. Neben den Kindergartenplätzen, haben wir dann ab August 2011 ein zusätzliches Angebot für unsere unter dreijährigen Kinder. Machen Sie gerne Werbung dafür. Kindergarten und Krippe sind hervorragend eingerichtet und personell hoch qualifiziert besetzt.

Wir haben mit diesem Krippenausbau einen zusätzlichen Anreiz für junge Familien geschaffen, hier in unserer Gemeinde sesshaft zu werden.
Was sagt die Einwohnerstatistik dazu:
Wir haben zurzeit 557 Einwohner mit Haupt - oder Nebenwohnsitz bei uns gemeldet, die gleiche Zahl wie in 2010. In 2008 waren es allerdings noch 573 Einwohner!! 16 Einwohner mehr.
Unsere jüngste Einwohnerin heißt Greta Lotte Wöhlk und wurde am 16.08.2010 geboren. Unsere älteste Einwohnerin ist Frau Irene Süselbeck mit 93 Jahren.

Hedern hat aktuell 157, in 2008 = 159 Einwohner
Frankenfeld hat aktuell 183, in 2008 = 183 Einwohner
Bosse hat aktuell 217, in 2008 = 231 Einwohner
Wenn man dann von der Bosser Einwohnerzahl, die 44 Bürgerinnen und Bürger abzieht, die im Niedersachsenhof leben, so verbleiben
173 Einwohner für dieses Dorf.
Was sagen uns die nächsten Zahlen?
In Bosse wohnen 7 Kinder bis zum Alter von 6 Jahren
In Frankenfeld 19 Kinder bis zum Alter von 6 Jahren
In Hedern 10 Kinder bis zum Alter von 6 Jahren
Drei Kinder davon wurden in 2010 geboren.
Sie heißen:
Leni Pischke, Tara Hein und Greta Lotte Wöhlk

Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 17 Jahre haben wir
in Bosse = 13
in Frankenfeld = 15
und in Hedern = 25 das sind insgesamt 53 junge Einwohner rechnen wir die 36 Kinder unter 7 Jahren hinzu, so haben wir insgesamt
89 Kinder und Jugendliche in unserer Gemeinde. Dazu gerechnet 468 Erwachsene macht 557 Einwohner mit Haupt und Nebenwohnsitz.

Wer kann uns heute sagen, wie die Entwicklung weiter gehen wird? Für unsere Gemeinde ein wichtiges Thema. Werden wir Überaltern und bald ein Großraumtaxi für die Senioren brauchen, damit sie von A nach B gelangen können oder wird unsere Gemeinde für die Zukunft so attraktiv gestaltet sein, dass wir ein gutes Mischverhältnis in der Altersstruktur erreichen können?

Etliche Bewohner werden es als großes Plus bewerten, dass wir nun hier in unserer Gemeinde keine Windkraftanlagen haben werden, dennoch wird der Wandel weiter gehen.
Ich erinnere an die Infoveranstaltung in Bosse zum Bauvorhaben Niedersachsenhof GmbH. Hier ist eine Erweiterung um 20 Heimplätze beantragt. Und auch das Thema Biogas wird uns in diesem Jahr beschäftigen. Wie mir privat vom zukünftigen Betreiber berichtet wurde, soll hier in Bosse eine zusätzliche Anlage mit bis zu 700 KWh Leistung gebaut werden. Es bleibt mit Spannung abzuwarten, wie die konkreten Planungen dazu lauten.

Aber auch ein spannendes Jahr 2010 liegt hinter uns. Abgerundet wurde es durch die vom Rat beschlossene Teilnahme am Wettbewerb „Kunst fürs Dorf, Dörfer für Kunst“, welcher von der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft niedersachsenweit ausgelobt wurde.
Dittmar Zehentmaier und ich haben uns mächtig ins Zeug gelegt, um diesen Wettbewerb für die Gemeinde Frankenfeld zu gewinnen.
Leider hat es nicht geklappt; von den 31 eingereichten Bewerbungen wurden 5 Orte ausgewählt. Die Gemeinde Frankenfeld war nicht dabei.
Im Schreiben der Geschäftsführerin heißt es zwar, ich zitiere: Bitte nehmen Sie mit, dass der Jury auch Ihre Bewerbung außerordentlich gut gefallen hat. Dennoch nützt uns diese charmante Formulierung dann doch nur so viel, als das sie uns nicht entmutigt, in der Zukunft weiter zu agieren.
Auch hat es überraschend zahlreiche positive Effekte gegeben, da ich im Vorfeld mit vielen Bürgerinnen und Bürgern im Gespräch war und überall ein offenes Ohr fand.
Es interessiert Sie sicherlich, wer gewonnen hat:
Ausgewählt wurden die Orte Drögenbostel (Stadt Visselhövede), Edendorf (Gemeinde Bienenbüttel), Martfeld (SG Bruchhausen-Vilsen), Petze (SG Sibbesse) und Ruhwarden (Gemeinde Butjadingen).

Wenn es nun bei diesem Wettbewerb nicht mit einer Platzierung geklappt hat, so ist die Gemeinde Frankenfeld dennoch bei einem anderen Wettbewerb als Sieger hervorgegangen. Ganz ohne eigenes Zutun der Bürgermeisterin, sondern durch die vielen Investitionen der einzelnen Bürgerinnen und Bürger im Bereich der Solarenergie.
Im Aller-Leine–Tal bewarben sich 19 Gemeinden an der Solarliga. Auf Platz 1 mit 462 Punkten steht die Gemeinde Frankenfeld vor Gilten mit 269 Punkten.
Niedersachsenweit haben wir bei 129 TN den 2. Platz erreicht.
Bundesweit bei 1558 Teilnehmern auf Platz 81.
Ein tolles Ergebnis, welches uns zusätzlich aufzeigt, wie innovativ unsere Bürger sind.
Ich kann nur sagen: machen Sie weiter so, mischen Sie sich ein, gestalten Sie unsere Gemeinde, unsere Dörfer mit!!


Ich danke an dieser Stelle all denen, die sich für unsere Gemeinde einsetzten. Danke an die Ratsmitglieder, an die Verwaltung in Rethem und Dank auch an meinen Mann, der Verständnis für meinen vollen Terminkalender hat.
Ich möchte schließen mit den Worten von Wilhelm Busch:

Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
sage Dank und nimm es hin,
ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,
doch vor allen Dingen
Das, worum Du Dich bemühst,
möge Dir gelingen.

Alles Gute und Gottes Segen Ihnen allen für 2011.



Renate Rodewald, Bosse am 23. Januar 2011


Bilder vom Neujahrsempfang

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